
Published: 9 months ago
Duration: 20:02
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Was in manchen europäischen Ländern liebevoll geölt und gepflegt wird, ist in anderen nicht mehr, als ein Zeichen von Armut. Das Fahrrad hat in den europäischen Ländern jeweils einen ganz unterschiedlichen Stand.
Fahrradkultur in Europa ist Thema dieser Ausgabe unserer Gemeinschaftsproduktion europäischer Sender. Zuerst blicken wir nach Paris, wo bisher kaum Fahrräder zu sehen waren. Doch vor einem halben Jahr hat die Stadt dem Feierabend-Stau den Kampf angesagt und den Bürgern gleich 200.000 Leihräder gesponsert, die jeder gegen ein geringes Entgelt nutzen kann. Sie heißen Velibs, ein Wortspiel aus velo und liberté, Fahrrad und Freiheit. Ole Skambraks von Radio France Internationale hat das neue System getestet.
Imagewandel durch Radwege
Dass so wenige Pariser Fahrrad gefahren sind, liegt nicht nur daran, dass das im dichten Straßenverkehr ziemlich gefährlich ist. Fahrräder galten lange Zeit in Frankreich - wie in vielen südeuropäschen Ländern - als Gefährt für Arme. Manfred Neun, Präsident des Europäischen Radfahrerverbandes, erklärt wie Städte und Gemeinden das Zweirad von diesem Image befreien können.
Radfahren für Lebensmüde
Auch wenn sich in Osteuropa in Sachen Fahrradfreundlichkeit langsam etwas tut – in Tschechien gilt nach wie vor: Man kann prima Fahrrad fahren – solange man die gekennzeichneten Radwege im Wald befährt und sich nicht auf heißes Straßenpflaster begibt. Das muss man sich nämlich mit den Autos teilen. Christian Rühmkorf von Radio Prag berichtet über die Situation der Zweiräder in Tschechien.
Ähnlich schlecht wie in der tschechischen Hauptstadt sieht es für Radfahrer in Rumänien aus. Bis vor kurzem durften sie noch nicht einmal auf den größeren Landstraßen fahren. Doch das hat bisher auch kaum jemanden gestört, wie Alex Sterescu berichtet.
Fahrrad-Demos in Athen
Die Rumänen wollen also nicht Radfahren - oder trauen sich nicht, die Pariser haben es als neuen Trend entdeckt und in Prag wird für mehr Radwege demonstriert. Genau wie in der tschechischen Hauptstadt kämpft auch in Athen eine kleine Gruppe für die Interessen der Radfahrer. Alkyone Karamanolis hat sie getroffen.

Published: 10 months ago
Duration: 20:03
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Welches Festmahl wartet am Ende der Fastenzeit? Welche Gerichte sind typisch für bestimmte Länder? Und welches Essverhalten ist besonders gesund? Unser Thema diese Woche bei Treffpunkt Europa.
"Esskultur ist ein weit gespannter Begriff. Er umfasst alles, was mit dem Essen zu tun hat: von dem Snack zwischendurch, dem Familienfrühstück, von der Currywurst um die Ecke, bis zum ausdifferenzierten Gastmahl, das nach ganz strengen Linien verläuft."
(Dr. Gunther Hirschfelder, Volkskundler an der Universität Bonn)
Zu Ostern, zum Ende der Fastenzeit, gibt es für viele Europäer traditionell ein Festessen. Wir fragen diese Woche: Wie steht es generell um die Esskultur auf dem Kontinent?
Wir berichten unter anderem über tschechische Knödel, slowenische Strudel und darüber, wie die Franzosen ihre schlanke Linie halten.
Viel Spaß beim Zuhören!

Published: 10 months ago
Duration: 20:03
Size: 9.1MB
Die EU hat den Verbraucher entdeckt. Roaming, Energie, Preisvergleiche - fast wöchentlich präsentiert die Kommission Iniativen zum Wohle der Konsumenten. Doch ist die Union tatsächlich so verbraucherfreundlich?
Was wären wir Verbraucher nur ohne die EU: wir müssten noch immer astronomische Summen für Roaming zahlen, also für das Mobil-Telefonieren im Ausland. Wir würden noch mehr für Gas und Strom blechen, weil das Energiekartell noch schamloser die Preise diktieren würde und was ein VW Golf im Nachbarland kostet das wüssten wir auch nicht. So sieht es jedenfalls die EU selbst, denn vor gut drei Jahren, nach den gescheiterten Verfassungsreferenden, hat die Union den Verbraucher im Bürger und Wähler entdeckt. Die Bürger sollten spüren, wofür die EU gut ist, so die Brüsseler Devise. Fast wöchentlich stellt die EU-Komission neue Strategien zum Wohle der Konsumenten vor.

Published: 10 months ago
Duration: 20:02
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Sinkende Realeinkommen und zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse in Europa bieten viel Raum für Gewerkschaftsarbeit. Und doch verlieren Gewerkschaften scharenweise Mitglieder.
Zwar wird, wie derzeit in Deutschland, vielerorts für mehr Lohn gestreikt, doch gleichzeitig kämpfen die Arbeitnehmervertretungen in Europa seit Jahren um ihre Mitglieder und gegen den Machtverlust. Wie ist das zu erklären?
In dieser Ausgabe von Treffpunkt Europa fragen wir nach in Frankreich, Großbritannien und Slowenien. Außerdem Einschätzungen von Professor Klaus Dörre, Arbeits- und Wirtschaftssoziologe an der Universität Jena, der seit Jahren zum Thema Gewerkschaften forscht.
Viel Spaß beim Zuhören!

Published: 10 months ago
Duration: 20:02
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Was vor zwei Wochen mit einer Razzia in der Nobelvilla von Postchef Zumwinkel begann, hat internationale Ausmaße angenommen: die Steueraffäre. Bangen müssen neben Steuerbetrügern nun auch die Steueroasen in Europa.
Klaus Zumwinkel steht im Verdacht, Steuern in Millionenhöhe am Fiskus vorbei ins kleine Alpenländle Liechtenstein geschleust zu haben. Bewiesen ist der Betrug zwar noch nicht, doch seinen Job an der Spitze des Weltkonzerns Post ist Zumwinkel schon los. Dabei ist Zumwinkel wohl nur der prominenteste Steuersünder, dessen Daten ein Ex-Mitarbeiter einer Liechtensteiner Bank deutschen Ermittlern verkauft hat. Informationen von etwa 1400 mutmaßlichen Steuersündern liegen den Behörden vor - nicht nur von Deutschen. Mittlerweile ermitteln auch die USA, Frankreich und andere EU-Staaten.
Ein Desaster für die Steuersparer, aber auch für die Steueroasen, die jetzt trocken gelegt werden sollen: Neben Liechtenstein stehen auch Finanzparadiese wie Luxemburg, Österreich oder die Schweiz in der Kritik.